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Musik, Musik, Musik

Im Jahr 2000 wurde Mono Inc. von Martin Engler, Carl Fornia und Miky Mono gegründet. Der Bassist Manuel Antoni stieß Anfang 2003 dazu. Die Eigenveröffentlichung des ersten Albums Head Under Water folgte darauf im Herbst 2003. Sony, NoCut und goodsongs veröffentlichte dieses Album im Jahr 2004 wieder und so stieg auch der Bekanntheitsgrad der Band stetig. Die zwei Singles aus diesem ersten Album erreichten diverse deutsche Trendcharts, wie z.B. DAC, MRC30, Native25.

Die Band trennte sich 2006 von ihrem Sänger Miky Mono und machte Drummer, Hauptsongschreiber und Mastermind Martin Engler zum neuen Frontmann. Für die Drumsounds war nun Schlagzeugerin Katha Mia zuständig.

Euer aktuelles Album „Voices of Doom“ und speziell die Tour waren ein voller Erfolg. Was waren Eure schönsten Momente auf eurer Tour?

Martin: Besonders schön ist der erste Blick ins Publikum, wenn wir auf die Bühne gehen. Mit so vielen ausverkauften Shows hatten wir ja nun echt nicht gerechnet. Das war überwältigend. Was nicht hätte sein müssen, bzw. was mir echt leid getan hat, das war, dass (besonders in Frankfurt, Stuttgart und Leipzig) so viele Menschen leicht bekleidet im Schnee und Dauerfrost vor der Tür stundenlang angestanden haben, um dann doch kein Ticket mehr zu bekommen. Das hätten die Veranstalter besser lösen müssen – ich entschuldige mich dafür!

Habt Ihr auf Tour auch schon mal unangenehme Erfahrungen gemacht?

Martin: Wir gehen ja eigentlich nach jeder Show noch mal raus zu den Fans. In einigen Clubs war es auf der Tour aber derart eng und voll am Merchandise Stand, dass ich dort fast Platzangst bekommen habe.

Was versteckt sich hinter dem Titel „Voices of Doom“ ?

Martin: Die Voices of Doom (die Stimmen des Schicksals) gehören den rastlosen Seelen, die täglich auf dem Schlachtfeld des Lebens zurückbleiben ohne Ihre Geschichte erzählt zu haben.

Anfang 2007 habt ihr an eurem Album gearbeitet, das am 15. Juni 2007 in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Soulfood veröffentlicht wurde. Seit 2008 wurde der Vertrieb über Twillight weltweit ausgeweitet. 2009 Erschien das letzte Album. Habt ihr schon auf Gigs in europäischen Ländern oder im Ausland gespielt?

Martin: Unser neuestes ist weltweit verfügbar und neben den gespielten Shows in Österreich, Niederlande und der Schweiz haben wir derzeit viele Anfragen aus Russland, Spanien, Portugal und England. Mal sehen, wann wir die Zeit dafür finden, denn unser Tourplan ist 2010 eigentlich schon voll.
Ich glaube mein nächstes freies Wochenende wird Weihnachten 2010 sein  Aber da kommt sicherlich auch noch eine Show rein…

Man gerät durch verschiedene Gründe und manchmal auch über lange Umwege zur Musik. Was war euer Weg?

Martin: Keine Umwege! Bei uns war das in die Wiege gelegt und es ist für uns irgendwie auch unvorstellbar, etwas anderes zu machen.

Was wärt Ihr denn geworden, wenn Ihr Euch nicht für die Musik entschieden hättet?
Könntet ihr euch vorstellen einen anderen Weg gegangen zu sein?

Martin: Mörder, Selbstmörder, Psychopath und manisch depressive Diva

Als Musiker mit einem dicken Plattenvertrag wird man nicht geboren – womit habt Ihr damals Eure Leidenschaft, die Musik finanziert?

Martin: Da war vom Tellerwäscher, Zeitungsausträger, Schlagzeuglehrer, Tankwart, Mietmusker und Komponist für andere Künstler echt alles dabei.

Deutschland, Deine Bürokratie – denkt Ihr, dass die GEMA/GVL Eure Interessen in Eurem Sinne vertritt?

Martin: Ich glaube, die GEMA vertritt in erster Linie ihre eigenen Interessen. Aber dadurch profitiere ich als Komponist natürlich auch ein bisschen, wenn die jährliche Ausschüttung kommt.

Wie seid ihr zu eurem Bandnamen Mono Inc. gekommen?

Martin: MONO ist eine Ableitung von MONOMANIE. Dieser Begriff stammt aus der Krankheitslehre des frühen 19ten Jahrhunderts und bedeutet so viel wie Teilwahnsinn. Also sind wir mit dem INC dahinter sowas wie die Firma der Teilwahnsinnigen…

Eure Texte sind sehr komplex, wie entstehen sie?

Martin: Das ist total unterschiedlich. Bei dem neuen Album war ja die Idee mit den Stimmen des Schicksals.
Als die Idee erst mal geboren und das Bild in meinem Kopf gemalt war, musste ich also einfach nur genau hinhören und mitschreiben. Das verfassen der Lyrics für ein Album ist mir bislang noch nie so leicht und schnell von der Hand gegangen wie bei diesem.

Mir scheint es, dass euer Album „Voices of Doom“ eine Geschichte erzählt. Jeder einzelne Song ist ein Abschnitt, der sich mit den anderen zu einer Zeitspanne ausdehnt. Wie seht ihr das?

Martin: Ja, es ist ein Konzeptalbum.

So vielseitig wie Eure Songs sind – wie macht Ihr das? Bringt Ihr
gleichberechtigt alle Eure Ideen ein oder übernimmt bei Euch jemand den
Hauptteil des Songwritings?

Katha: Martin ist bei uns der Hauptsongschreiber. Da er auch einfach immer die schönsten Ideen hat, ist das auch gut so. Er kommt oft mit Vorschlägen oder Demos, aber auch mit schon völlig ausgefeilten Ideen. Die Texte stammen ausschließlich aus seiner Feder. Schön daran ist, dass es Texte sind, die jeden berühren. Ein Jeder kann sie auf sich beziehen und die Songs für „Sich“ fühlen. Die Vielseitigkeit von Mono Inc. entsteht sicher zum Großteil daraus, dass wir alle unterschiedliche musikalische Wurzeln von Wave über Pop zum Metal haben. Da jeder seine „eigene Note“ einbringt, entsteht der Sound, der Mono Inc. ausmacht.

An Martin gerichtet: Woher kommt Deine Verbundenheit/Vorliebe für Südostasien?

Nach meinem ersten Besuch in Thailand in den 90ern war es um mich geschehen. Ich liebe die Menschen, das Wetter, die Gelassenheit (besonders die der Buddhisten) und die Freiheit, individuell aber sicher reisen zu können. Mittlerweile habe ich alle Länder in Südostasien besucht, sodass ich meine letzten Reisen auf Afrika und Indien ausdehnen musste. Ich liebe das Reisen, und wann immer Zeit ist, bin ich weg

Gerade Thailändisch scheint es Dir besonders angetan zu haben. Kochst Du auch selbst?

Martin: Aber selbstverständlich! Zu Hause täglich. Das ist ein lieb gewonnenes Hobby.

Man sieht (leider) nicht oft eine Schlagzeugerin. Wie kam es dazu?

Katha: Ich denke bis vor einigen Jahren war es halt ganz normal, dass Mädchen zum Reiten und zum Ballett gingen und Jungs zum Sport oder zum Schlagzeugunterricht. Ich selber bin damals auch nur ganz zufällig zum Trommeln gekommen. Plötzlich saß ich an einem „Tag der offenen Tür“ an einem Drumset, hatte so ein Ding noch nie gesehen und wurde gefragt, wie lange ich denn schon Unterricht hätte. Mir fiel die Kinnlade runter und ich fing das Trommeln an und hab einfach nie wieder aufgehört. Zu Mono Inc. kam ich dann vor ein paar Jahren durch einen glücklichen Zufall. Mono Inc. kannte ich schon vorher. Als ich Martin irgendwann zufällig kennen lernte, hab ich meine Chance genutzt und ihn angesprochen. Ich bat ihn mich anzurufen, wenn er sich mal die Arme bräche. Der Witz war echt blöd, ich weiß, aber er hat tatsächlich angerufen.

Die Frage mal direkt an Katha Mia gerichtet: Ist es sehr schwer, sich in der Szene als Drummerin zu etablieren? Was würdest Du den Mädels da draußen raten, Die es auch gerne mal versuchen wollen, aber sich nicht trauen?

Katha: Es gibt keinen Grund sich nicht zu trauen. Mädchen sind schliesslich multitasking-fähig – also zum Schlagzeugspielen geboren. Nee, im Ernst, ich habe bisher wirklich keine schlechten Erfahrungen als Frau am Drumset gemacht. Ganz im Gegenteil. Im Grunde gefällt es mir auch, dass es noch etwas Besonderes ist, denn die meisten Leute gucken ganz einfach zweimal hin, ob da nun wirklich eine Frau trommelt.

Und wie empfindest Du generell die Rolle der Frau in der Szene? Muss man
überhaupt differenzieren? Was würdest Du gerne anders sehen?

Katha: Ganz ehrlich, darüber habe ich mir noch NIE Gedanken gemacht. Ich habe bisher keine Vor- oder Nachteile im Gegensatz zu meinen Bandkollegen gespürt. Genauso wird auch bei Mono Inc. jeder gleich behandelt. Wir haben damals geklärt, dass jeder bei uns ein gleichberechtigtes Bandmitglied und es keine Ausnahmen gibt.

Es gibt allerdings schon allein in der Gothic-Szene so viele verschiedenen Unterteilungen. Es mag möglicherweise Sparten geben in denen das anders ist, aber ich kann ja nur für mich sprechen.

Wie denkt Ihr über „Musikfernsehn“?

Katha: Meistens kann ich mit Musikfernsehen, wie MTV und VIVA nicht besonders viel anfangen. Das liegt weder an den Bands, noch an der Musik, sondern ganz einfach daran, dass überhaupt keine Musik läuft. Also, wenn ich einen Musiksender im Fernsehen einschalte, kommen meistens irgendwelche merkwürdigen Mutproben, Dating- Shows oder Klingeltonwerbung. Auf ein Musikvideo wartet man meistens ziemlich lange oder vergeblich. Es gibt so viele tolle Bands mit tollen Videos und oder tolle Konzertmitschnitte, die es wert wären, gespielt zu werden, stattdessen läuft eine Sendung in der Paris Hilton eine neue beste Freundin sucht. Ein Glück, dass es noch Musikshows im Internet gibt und Seiten, wie Youtube.

Ihr habt am neuen Album „Loblieder“ von MEGAHERZ mitgewirkt und den
Klassiker „Herzblut“ neu vertont. Wie denkt Ihr im Nachhinein darüber?

Katha: Ich bin auch im Nachhinein stolz, dass wir bei diesem Album mitgewirkt haben. Megaherz ist schließlich eine großartige Band und noch dazu sind die Jungs total nett. Am Anfang fand ich es total komisch Martin deutsch singen zu hören und kann mich auch immer noch nicht richtig dran gewöhnen. Aber es ist eine interessante Erfahrung gewesen und für jeden Fan ein tolles Special, vor allem für jene, die schon immer mal auf einen Mono-Inc.-Song mit deutschem Text gewartet haben.

Hinter einer genialen Band steht auch meist eine ebenso gute
Hintermannschaft. Würdet Ihr unseren Lesern etwas über die Personen
erzählen, die Ihr für Eure Arbeit für unentbehrlich haltet?

Katha: Wir haben ein wirklich tolles Team um uns herum. Da ist natürlich zunächst unsere Crew zu nennen. Wir haben auf Tour ein sehr familiäres Verhältnis zwischen Band und Crew. Das ist natürlich großartig und echt selten. Es ist schön mit den Leuten den Tourbus zu teilen, denen man vertraut und mit denen man sich sehr wohl fühlt. Man ist unterwegs, weg von Familie und Freunden und ist jeden Tag woanders und möchte jeden Abend den Fans ein gute Show bieten. Eine Crew die einen nicht nur technisch, sondern auch freundschaftlich und seelisch unterstützt ist dabei wirklich unbezahlbar. Des Weiteren haben wir eine großartige Bookingfirma und ein tolles Management. Beide unterstützen uns, wo es nur geht und lassen uns trotzdem enorm viele Freiheiten. Für besonders wichtig halte ich auch unsere Familien. Alle stehen voll hinter Mono Inc. und dem, was wir machen, und haben immer Verständnis. Das ist wirklich nicht selbstverständlich. Es ist schön von einer langen erfolgreichen Tour nach Hause zu kommen und von lieben Menschen aufgefangen zu werden und zumindest bis zur nächsten Tour wieder ins „normale“ Leben eingegliedert zu werden. Nichts wäre schlimmer, als dann alleine zu hause zu sitzen und in den „Tourblues“ zu verfallen.

2009 habt Ihr zusammen mit ASP und SUBWAY TO SALLY sehr erfolgreich
getourt. Rückblickend betrachtet, was waren da die Höhen und Tiefen?

Katha: Tiefen? Hmm, da fällt mir nicht wirklich was ein. Oder doch, ich glaube für mich gab es ein Tief und zwar, als wir nach der Subway- Tour nach Hause gefahren sind. Das war schon krass. Die Band und auch die Crew haben uns auf der Tour so lieb und freundschaftlich aufgenommen und als es nach zahlreichen tollen Konzerten dann nach Hause ging, war das Abschiednehmen echt schwer. Da gab es glaub ich niemanden, der keine Tränen in den Augen hatte. Im Ernst, das letzte Jahr war wirklich großartig. Höhepunkte waren natürlich die beiden erfolgreichen Touren, aber auch Festivals, wie das Castle Rock 2009, waren wirklich atemberaubend. Wenn plötzlich die Reihen gefüllt sind mit Fans, die jedes Wort auswendig mitsingen und bei „Get some sleep“ plötzlich auch von der letzten Reihe die Hände in der Luft siehst, ist das ein unbeschreibliches Gefühl.

Wie war die Zusammenarbeit mit o.g. Bands?

Katha: Die Zusammenarbeit war mit beiden Bands und deren Crews super angenehm und professionell. Wir wurden überall sehr freundlich aufgenommen und sehr fair behandelt und hatten wirklich eine tolle Zeit auf beiden Touren. Schön, dass man sich in diesem Jahr auf einigen Festivals wieder trifft und so die entstandenen Freundschaften pflegen kann. Besonders mit Subway to Sally verbindet uns ja seit der April-Tour eine zum Teil sehr enge Freundschaft. Es ist wirklich schön, wenn so etwas auch nach einer Tour noch anhält.

„Life hates you“ scheint bei Euch ein inoffizielles Firmenmotto zu sein –
widerlegt Euer Erfolg in der letzten Zeit nicht genau das?

Katha: Haha, nun ja, als Firmenmotto würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Aber es kennt doch jeder von uns dieses Gefühl. Es ist ein Tag an dem einfach mal alles schief läuft und immer, wenn Du denkst, schlimmer kann’s ja nicht werden, kommt immer noch was oben drauf. Genau dann hat man eben dieses „Life hates you“- Gefühl und ich bin sicher so einen Tag hat jeder mal! Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir eine depressive Band wären, die im Bandbus vor sich hin jammert, wie furchtbar das Leben ist. Im Gegenteil! Meistens haben wir echt viel Spass und gute Laune. Der Erfolg der letzten Monate steigert diese gute Laune natürlich enorm und ich muss zugeben, die „Life hates you“- Tage sind daher momentan echt rar!

Ist bereits ein neues Album in Planung oder konzentriert ihr euch erst
einmal auf den stetig wachsenden Fankreis?

Katha: Ja und ja! Das eine schließt das andere zum Glück nicht aus.
Es ist natürlich immer wieder ein tolles Gefühl ein neues fertiges Album in der Hand zu halten, aber was uns am meisten kickt sind nach wie vor die Live-Konzerte.
Wir werden in diesem Sommer auf sehr vielen Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten sein. Im Oktober wird es auf Grund des unerwarteten und überwältigenden Erfolges der Frühjahrs-Tour dann den zweiten Teil der „Voices of Doom“- Tour geben, worauf wir uns tierisch freuen. Im Winter werden wir dann viel Zeit im Studio verbringen und Anfang 2010 unser nächstes Album herausbringen. Trotzdem wird man uns bei einigen Shows im Dezember, wie z.B. der Eisheiligen Nacht zu sehen und zu hören bekommen, denn ganz ohne Konzerte geht’s bei uns natürlich nicht.

Es wird also auch dieses Jahr nicht langweilig werden und wir machen das, was wir am liebsten machen- LIVE SPIELEN!

Wir bedanken uns für das Interview und wünschen euch viel Erfolg weiterhin!

Links/Discographie: Homepage

Interview: DocDesastro/Marco Dugati (RM)

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Liebe Schergen, ich freue mich, Euch heute die Band Act of Creation aus Weidelbach im Lahn-Dill-Kreis vorzustellen, einer Gegend, wo ich beruflich mein Unwesen treibe, um die Stromrechung für den Mindbender3000™ zu bezahlen…ja, böse Genies haben es nicht leicht…

Die Death/Thrash-Combo AOC sind ein reines Studioprojekt von CS (und seiner multiplen Persönlichkeit JF) sowie Kai, zu den für die einzelnen Songs Gastmusiker (so zum Beispiel 8 für das Debütalbum) eingeladen werden. Ein gutes Beispiel ist Dread aus Köln, der für den Groove zuständig ist. Die Band schloss sich bereits 2007 zusammen, nachdem CS (einigen vielleicht bekannt mit seiner Band E605) ein Bauvorhaben realisierte.

Es ist mir ein Vergnügen, die Jungs von AoC für dieses Interview gewonnen zu haben. Danke für Eure Zeit.

-           Eure Story muss ja einen Anfang haben. Wie seid Ihr zur Musik gekommen?

Ich habe als Kind die klassische Musikausbildung der Musikschule Fröhlich durchlaufen.Melodika, Akkordeon ,Keyboard und so ein Zeug. Als sich dann so langsam mein Musikgeschmack änderte fiel mir auf, das die wenigsten Bands die mir gefielen eines der Instrumente benutzen. Zu der Zeit hatte ich viel mit Minni (ex Lay Down Rotten, Bloodsky,Firescent) zu tun. Da hab ich mir einen Bass gekauft und wir haben zusammen in unsrer Garage die ersten Lieder gespielt und so hat sich das dann ergeben.

CS hat seine erste Gitarre mit 15 zu Weihnachten bekommen und ist daran hängen geblieben.

-           Wo war Euer erster Auftritt und wie habt Ihr das empfunden?

Ich hab mit „Minni“ zusammen bei meinem Vater auf seinem 40. Geburtstag von Torfrock “Beinhart” gespielt und von Bush  „Swallowed“ es waren ca. 40 Gäste da und ich war saumäßig aufgeregt. Da waren wir 14 Jahre

CS hat seinen ersten Auftritt auf einer Grillhütte gehabt und war sehr aufgeregt.

Außer E 605 haben da aber nur Punkbands gespielt. War trotzdem lustig.

-                     Wie würdet Ihr den Sound von Act of Creation beschreiben?

Wir spielen „Intensive Death Thrash“.

-           Gibt es Bands, die Euch stark beeinflusst haben? Wenn ja, welche?

Slayer, Bolt Thrower,Blind Guardian,In Flames (alte),Kataklysm,

Testament, Metallica,Accu§er und Exodus.

-                     Was war das für ein Gefühl, Euer erstes Album fertig in der Hand zu halten?

Für mich ist es das erste Mal und ich glaub der kleine Junge vorm Weihnachtsbaum passt da ganz gut.

CS & JF haben ja schon mehrere CD´s aufgenommen sind aber trotzdem sehr, sehr Stolz auf den Erstling.

-                     War es schwer, bis zu diesem Punkt zu gelangen?

Es waren fast 3 Jahre intensive Arbeit, in denen wir unser Studio aufgebaut und die Songs geschrieben haben.

-                     Habt Ihr das alles im Alleingang gemacht? Also Abmischen, Producen etc.? oder hat Euch da jemand geholfen?

CS nimmt schon seit 15 Jahren eigene Songs auf und hat einen Audio Engineer

Lehrgang absolviert, daher kennt er sich sehr gut in der Studiotechnik aus, so dass wir

das Recorden und Abmischen selbst in unserem „Cursed Studio“erledigen.

Zum Mastern sind wir dann zum Chef gegangen: Eroc.

Falls wir irgendetwas nicht recorden können oder Hilfestellung brauchen gehen wir

zum T-Low ins Desert Inn. Das ist im Bereich Lahn-Dill der beste und er gibt uns auch immer uneigennützig Tips und Vorschläge. Er hat z.B. unsere E 605 CD´s

produziert sowie die Lay Down Rotten Sachen.

-           Was war Euer letzter (großer) Auftritt?

Mit AOC wird es keine geben. CS hat aber schon mit E 605 zahlreiche Gigs gespielt u.a. auf dem Summer Breeze Festival und vor 2 Jahren mit „Decision to Hate“.

-                     Ah ja, die kenne ich. Wie seid Ihr mit Thogarma und Band klargekommen?

Super Jungs, aber die Hauptpriorität lag bei CS damals auf AOC und

halbherzig macht er nichts. Hätten die auch nicht verdient da sie voll in Ordnung

und auch jetzt noch Kumpels von uns sind.

Thogarma hat ja auf „Secret…“ einen Gastbeitrag geliefert.

-           Wenn man Euch mal live erleben will, wo hat man gute Chancen?

Bei uns im Studio :)

Wir werden uns aber auf Videos spezialisieren damit man einen visuellen Eindruck von uns bekommt.

-                     Könntet Ihr Euch denn vorstellen, dennoch hier im Siegerland live aufzutreten? Mir fiele da z.B. das Vortex in Weidenau oder das Meyers in Siegen ein…

-                     Sehr gute Locations aber: siehe oben.

-           Sind momentan weitere Alben/Konzerte/Auftritte geplant? Wenn ja, welche?

Wir arbeiten momentan an Songs für das nächste Album. Dieses wird komplett mit Deutschen Lyrics versehen welches schon immer ein Wunsch von uns allen war. Auf ihr werden dann auch wieder etliche Gastmusiker/innen mitwirken.

Ausserdem ist ein Video in Planung. Wird aber noch dauern das zu realisieren. Wir sind aber dabei.

-                     Welchen Beschäftigungen frönt Ihr, wenn Ihr nicht gerade Musik macht?

CS hat durch Kontischicht und Alltagsleben keine Zeit für was anderes muss auch nicht da AOC genug Zeit in Anspruch nimmt. Ich arbeite in einem kleinem Betrieb als Elektriker und wie das so ist hat man da nie pünktlich Feierabend.

-           Gibt es wichtige Menschen für Euch?

Ja klar. Unsere Freundinnen, Frauen ,Familie und Bandkollegen.

-           Wie stellt Ihr Euch die Hölle vor?

Als christlich erzogener Mensch würde ich sagen dass es ein Ort des Grauens ist. Aber vermutlich trifft man dort die besseren Musiker ;-) und ein Haufen interessanter Leute.

-           Was waren eure ersten Alben, die Ihr besessen habt?

Ich glaube das war Guns´N Roses Use Your Illusions damals noch auf Tape versteht sich.

CS : Udo Lindenberg, Abba, Puhdys, AC/DC und NDW kram.

JF : Sodom – Persecution Maniac

-           Brainstorm: Was hältst Du von…

…Politik

Eigentlich ist man doch bescheuert wenn man da nicht mit macht. Viel Geld fürs dumm Labern. Aber dumm Labern will auch gelernt sein. Ich gehe aber trotzdem immer wählen. Ist trotzdem ein super verlogenes Geschäft wo am wenigsten die Interessen der Bevölkerung vertreten werden sondern immer mehr eher auf das eigene Wohl geschaut wird. Dieses Vorgelebte Denken setzt sich auch schon in anderen sozialen Bereichen durch (z.B. Betriebsräte, Firmenmanager usw.)

…dem Musikgeschäft

Sehr gut das jetzt auch kleinere Bands wie wir ihre musikalischen Ideen selbst veröffentlichen können und nicht mehr auf die Willkür der großen Labels angewiesen sind. Kohle kann man eh mit unserer Musik nicht machen aber eine eigene CD zu Produzieren hat sich sehr vereinfacht. Da führt natürlich auch zu einer Überschwemmung des Musikmarktes und es ist für gute Bands schwerer auf sich aufmerksam zu machen da auch die Presse mit der Flut an Veröffentlichungen überfordert ist.

…vom Menschen an sich

Das ist ein Thema was sich durch ihre eigene Dummheit von selbst erledigen wird.

-           Wie kann man Eure Band kontaktieren?

Über Myspace www.myspace.com/actofcreation oder unter cschluch@gmx.de

-           Gibt es jemanden, den Ihr gerne grüssen würdet?

Am besten die ganze Welt, dann kann nachher niemand sagen wir hätten ihn nicht erwähnt.

Danke für dieses Interview. Igor, geleite unsere Gäste doch bitte zur Fallt…ähm zum Ausgang…

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SONS OF SEASONS ist eine Band, die in Deutschland von Oliver Palotai Januar 2007 ins Leben gerufen wurde. Oliver Palotai ist vielleicht manchem bekannt als Keyboarder von DORO oder KAMELOT. Gegründet wurde die Band, um Oliver eine Basis zur Verwirklichung seiner eigenen Ideen als Komponist, Musiker und Producer zu sein.

Zur Band gehören momentan ferner noch Henning Basse aus Braunschweig, der Sänger der Band METALIUM, auf welchen Oliver auf einer Tour durch Japan aufmerksam wurde und welcher seine Visionen und Ideen teilt. Henning arbeitet weiterhin als Gesangslehrer für Rock und Popmusik für die Vocalbase Gesangsschule Lüneburg. Jürgen Steinmetz spielt den Bass bei der Band. Der Badener aus Moosbach spielt ferner noch Bass für SILENT FORCE und ROCK IGNITION und gründete bereits 1987 seine erste Band (HEADSTONE). Daniel Schild sitzt an den Drums. Der 1980 geborene Lauterbacher versuchte sich zuerst im zarten Alter von 10 am Akkordeon bevor er dann auf Perkussionsinstrumente wechselte. Dies bildete schließlich auch sein Studium, welches er mit Auszeichnung abschloss. Weiterhin war er mal 3.-platzierter beim BEST-YOUNG-EUROPEAN-MUSICIAN-COMPETITION in der Altersklasse 16-25 Jahre in Koblenz. Er spielt weiterhin für AFSHIN und JUSTIN NOVA BAND.

Das Ensemble wird vervollständigt durch Pepe Pierez aus Elmshorn an der Gitarre. Pepe ist bisweilen als Gitarrist und Sänger der Bremer Formation ANCIENT CURSE zu finden. Ihr Debüt machten SONS OF SEASONS mit dem Album „Gods of Vermin“ im April 2009. Das Album wurde in Lüneburg, Aachen und Fulda eingespielt und von Oliver zusammen mit Alex Krull (ATROCITY) produziert und von letzterem abgemixt. Heraus kam ein sehr feines Album, welches stilistische Elemente aus Metal, Klassik und sogar Jazz zu einem Meisterwerk vereinigt. Was eigentlich zu erwarten ist, wenn sich gestandene Musiker an die Arbeit machen und über die Qualität der Beteiligten kann man sich wahrlich nicht streiten.

Ich fühle mich geehrt, dass Oliver Palotai Zeit für dieses Interview gefunden hat.

Oliver, Du hast 2007 SONS OF SEASONS ins Leben gerufen, um wie Du schreibst, „Ein Ventil für Deine Ideen als Produzent, Komponist und Musiker“ zu schaffen. Fühltest Du Dich bei Doro oder Kamelot in die 2. Reihe gedrängt oder hatte das andere Gründe?

Wenn man bei schon lange existierenden Bands einsteigt, ist es relativ schwer, etwas zum Songwriting beizutragen. Einfach deswegen, weil diese nach vielen Alben meist perfekt eingespielte Teams haben, die einen ganz eigenen Weg bis zum fertigen Album gehen. Bei einigen existieren z.B. nur ganz rudimentäre Aufnahmen á la “Küchenkassettenrekorder”, bevor es direkt ins Studio geht, andere produzieren schon sorgfältig am Sequenzer vor. “Never change a winning team”, ist die verständliche Devise, und natürlich geht es auch darum, Tantiemen nicht teilen zu müssen. Davon abgesehen wollte ich eine eigene Band haben, bei der ich ohne vorgegebenen Rahmenbedingungen komponieren konnte.

Wie und wo hast Du Deine Mitstreiter gefunden?

SONS OF SEASONS wurde gegründet, nachdem ich zusammen mit dem kompletten Line Up die Band von Ex- Iron Maiden- Vokalist Balze Bayley verließ, weil uns dessen Management übelst betrog. In jener Formation war auch Daniel Schild, und ich wollte unbedingt weiter mit ihm zusammen Musik machen, da er nun mal mein Lieblingsdrummer ist, der unglaublich musikalisch spielt, nicht nur auf den Rhythmus bezogen. Jürgen Steinmetz war der Nächste. Ich traf ihn in Japan, wo er mit seiner Band Silent Force Support von Kamelot war. Sein warmer, voller Ton und die coole Stage Performance fielen mir ins Auge. Henning Basse erlebte ich ebenfalls zuerst in Japan, wo er in der Band Firewind aushalf. Er war schlicht einer der besten Sänger, den ich live je erlebt hatte. Pepe Pierez, unser anderer Gitarrist, kam erst nach der Aufnahme des Albums hinzu. Ich freue mich auf seinen Beitrag zur nächsten CD.

Henning hat auf der „Gods of Vermin“ einen Großteil der Texte mit Dir zusammen komponiert. Siehst Du in Ihm einen verwandten Geist?

Wir gehen meist so vor, dass er Melodien über die bereits existierende Musik einsingt, dabei aber nicht auf den Inhalt des Textes achtet, sondern auf den Fluss der Silben. Dies übernehme ich dann und ersetze dabei den alten Text. Manchmal passiert es aber, dass er sehr schöne, lyrische Stellen improvisiert, die ich dann direkt übernehme. In dieser Hinsicht harmonieren wir sehr miteinander.

Auch hast Du die Produktion selber in die Hand genommen. Was können sich unsere Leser darunter vorstellen und wie kommst Du mit dieser Doppelbelastung Musiker/Producer klar?

Es war ein langer und schwieriger Lernprozess, muss ich zugeben. Produktion heißt in diesem Fall, dass man jeden Aspekt plant, organisiert und zusammenhält: Verwaltung des Budgets, Kauf von Zugtickets, Studios mieten, bei allen Aufnahmen mit dabei sein und immer das große Bild im Auge behalten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich hatte zwar zuvor viele Alben bereits eingespielt, aber eben nur als Studiomusiker. Letzten Endes hat es mir aber sehr viel gebracht und ich war dankbar für die tolle Unterstützung der ganzen Band.

Du hast bei „Gods of Vermin“ mit Alex Krull zusammengearbeitet. Woher kennt Ihr Euch?

Alex kommt wie ich aus Schwaben – daher sind wir schon mal verwandte Geister. Getroffen haben wir uns Jahre zuvor, richtig kennengelernt aber erst während einer gemeinsamen US- Tournee Kamelot/ Leaves Eyes.

Wie hast Du die Zusammenarbeit mit Ihm empfunden?

Sehr entspannt. Er hat uns mit seinem umfangreichen Wissen und seiner jahrelangen Erfahrung viel geholfen.

Wart Ihr auch schon mal mit ATROCITY unterwegs?

Nur zusammen auf einem Festival, in Italien.

Wie würdest Du den Sound von SONS OF SEASONS charakterisieren? Was sind die markanten Elemente deiner Meinung nach?

Ich denke, dass die Andersartigkeit unserer Musik daher stammt, dass ich nicht unbedingt vom Metal her komme, sondern aus der klassischen Musik und dem Jazz. Viele neue Bands klingen gut, toll produziert, gute Musiker, aber man hört nach Sekunden, welche andere Band sie bewusst oder unbewusst imitieren. Beim Songwriting hatte ich immer ein kritisches Ohr – hätte SONS OF SEASONS nach Band xy geklungen, hätte ich das Album nicht rausgebracht.

Als „Gods of Vermin“ endlich fertig war, hast Du Dich in Deiner Entscheidung, eine eigene Band zu gründen, bestätigt gefühlt?

Ja. Hätte ich es nicht getan, hätte ich mich wahrscheinlich den Rest meines Lebens nach dem “Was wäre wenn?” gefragt.

Wie denkst Du über die heutige Musikindustrie?

Als Musiker hat man wahrscheinlich immer ein zwiespältiges Verhältnis zur Musikindustrie. Man möchte natürlich immer größtmögliche, künstlerische Freiheit. Die Leute, die bei den Labels sitzen und über Wohl und Wehe entscheiden, sind auch nur Musikfans mit einem subjektiven Geschmack. Sie versuchen, die ökonomische Verwertbarkeit von Musik einzuschätzen, und das beisst sich oft genug bereits mit den Vorstellungen des schaffenden Künstlers.

Glaubst Du es ist eher hinderlich, Kompetenzen an Labels zu dirigieren oder hilfreich?

Man hat meist keine Wahl. Erstens braucht man ein Budget, und das Label fungiert quasi als Kreditgeber. Eine CD zu produzieren kostet auch in Zeiten von Softwaresequenzern sehr viel Geld, und das haben die wenigsten Bands. Dann braucht es ein Netzwerk von Kontakten zu Distributoren, Journalisten, Managern etc.

Ihr arbeitet zurzeit mit Napalm Records zusammen. Wie würdest Du die Zusammenarbeit charakterisieren?

Wir haben eigentlich alle künstlerische Freiheit, die wir uns wünschen könnten. Nur beim Artwork gab es anfänglich ein gewisses Hin und Her, wobei ich sagen muss, dass die Leute vom Label recht hatten. In puncto Promotion sind wir mit Napalm sehr zufrieden.

Ist es heutzutage schwer, als Musiker sich einen Namen zu machen, insbesondere sich als Newcomer sich mit anderen Größen zusammen zu schließen?

Sehr schwer, leider. Das Internet erleichtert ja einiges, andererseits gehen die Fans unter in einer Flut von Bands von allen Kontinenten. Diesbezüglich war die Erkenntnis eine Erleichterung, dass MySpace, Facebook & Co. überbewertet sind. Man muss nach wie vor raus und vor den Leuten spielen.

Welche Stolpersteine, glaubst Du gilt es zu umschiffen, wenn Du mal Jungmusikern einen Tipp geben würdest?

Leider ist es momentan die vielleicht schwierigste Periode für Musiker, die es jemals gegeben hat. Es war noch nie einfach, ob zu Mozarts oder Charly Parkers Zeiten. Aber die illegalen Downloads und das Filesharing haben die Musikindustrie fast zusammenbrechen lassen. Getroffen hat es vor allem das schwächste Glied: Die Künstler. Es herrscht immer noch viel Orientierungslosigkeit. Wer Profimusiker werden will, sollte sich fragen, ob er die Musik und das Musikmachen – nicht den Lebensstil – so sehr liebt, dass er auf materielle Bequemlichkeiten verzichten kann. Denn die meisten Musiker leben an der unteren Einkommensgrenze.

GEMA/GVL: Sinnvolles Instrument oder typisch deutscher Bürokratie-Trumm?

Eine Notwendigkeit, aber völlig undurchschaubar. Ich wälze mich seit Jahren durch GEMA- Unterlagen, aber habe nicht den blassesten Schimmer, wie die Gelder verteilt werden.

Wie empfindest Du generell die Metalszene und den Wandel der Stile? Die 90er brachten den NU-Metal (für manche schon ein Unwort), die 2000er den Metalcore/Screamo. Wie stehst Du all dem gegenüber?

Mir gefällt, dass die allermeisten Metalfans sehr tolerant gegenüber Experimenten sind. Und dass die Szene sich nie zu sehr kommerzialisiert. Weniger gefällt mir die momentane Dominanz der extremen Stile; da steckt einfach viel zu wenig Musik drin. Hauptsache brutal und ohne Dynamik. Technisch zwar anspruchsvoll, aber insbesondere vor den sogenannten “Sängern” habe ich nicht allzu viel Respekt.

Was glaubst Du, haben Leute gemein, die Eure Musik hören?

Ein offenes Ohr, und eine gemeinsame Ablehnung von Schubladendenken. Den Wunsch, Neues auszuprobieren.

Hinter jedem Album steht eine Geschichte – was hat Euch zum Album „Gods of Vermin“ inspiriert?

Jeder Song hat einen anderen Hintergrund. Ich lese sehr viel, interessiere mich für Geschichte, Politik, Folklore und Literatur. “Wintersmith” z.B. basiert auf dem gleichnamigen Buch von Terry Pratchett, einem großartigen Autor aus England. “Fall Of Byzanz” reflektiert die osmanische Eroberung Konstantinopels. “The Piper” ist über den Rattenfänger von Hameln. “A Blind Man’s Resolution” beleuchtet die negative Seite des Überwachungsstaates.

Verarbeitet Ihr auch persönliche Erfahrungen oder Dinge aus dem aktuellen Zeitgeschehen in Eurer Musik?

Persönliche Erfahrungen weniger. Da gibt es nur zwei Songs auf der Platte, “Melanchorium” und “Third Moon Rising”. Ich nehme lieber die Rolle des Betrachters ein.

Gibt es ein Thema, über das Du mal gerne Musik machen würdest und was wäre bei Dir ein absolutes no-go?

Es gibt massig Themen. Ich bin gerade auf USA- Tournee als Keyboarder von Epica und schreibe viel Lyrics. Wir waren vor kurzem auf der Gefängnisinsel Alcatraz – ein unheimlicher Ort. So etwas verarbeite ich gerne in Songs. Ein No Go ist die Verherrlichung von Drogen, Alkohol, Parties usw., was zahllose Bands machen. Wir sind zwar selbst ganz sicher keine Waisenknaben, was das angeht, aber ich finde das Thema einfach stinklangweilig.

Mal was ganz triviales: Stell Dir vor, man würde Euch einen all-inclusive Abend anbieten. Was würdet Ihr machen, um daraus den perfekten Abend zu machen?

Ich kann schwer für die ganze Band sprechen. Wir haben recht unterschiedliche Vorstellungen von Freizeit. In meinem Fall: Sperre mich in eine Buchhandlung oder Bibliothek ein.

Darf man fragen, welchen Hobbys Du neben der Musik noch frönst?

Lesen, Sport, gelegentlich Zeit mit einem Computerspiel vergeuden.

Ist ein weiteres Album geplant? Falls ja, wie ist der Status?

Wir sind voll in der Vorproduktion. Es nimmt allmählich Gestalt an und wir hoffen, das Album noch in diesem Jahr auf den Markt zu bringen.

Habt Ihr schon mal was richtig Witziges oder Bemerkenswertes als SONS OF SEASONS auf Tour erlebt, woran Ihr Euch auch später gerne noch erinnern mögt?

Ein früher Auftritt in Höhr- Grenzhausen (heißt wirklich so) wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wir spielten nach einer lokalen, brachialen Band, und das Publikum war größtenteils – sagen wir mal: ländlich. Die erste Hälfte des Songs standen jene Besucher mit einem großen Fragezeichen in den Augen und großem Abstand zur Bühne da, dann drehten sie sich, dem Rudelführer folgend, zur Bar um und ignorierten uns den Rest des Abends. Wir hatten dennoch Spass und spielten für eine Handvoll echter Fans, die mit uns rockten. Seither steht “Höhr- Grenzhausen” für uns als Synonym für weniger gelungene Gigs, haha.

Würdet Ihr Euch eher als Live-Band oder als Studio-Band definieren? Also wie kann man Euren Sound am besten genießen? Vor einer Bühne oder von der CD?

Wenn Du die CD hörst, wirst Du viele, kleine Details wahrnehmen, auch nach mehrmaligem Anhören, die bei einem Live- Konzert eventuell untergehen. Auf der anderen Seite haben wir des öfteren das Feedback bekommen, dass wir live deutlich härter rüberkommen als auf Scheibe.

Wer, glaubst Du, sind die wichtigsten Menschen in Deinem Leben?

Meine Eltern, meine Freundin, meine Großeltern, meine Schwester.

Gibt es noch eine Weisheit, die Ihr mit unseren Lesern teilen wollt?

Das würde voraussetzen, einen gewissen Grad an Weisheit erlangt zu haben, haha. Oft genug fühle ich mich nicht so. Sonst kann ich nur raten, auch in der Musik keine Grenzen zu ziehen, und Auge und Geist für Neues offen zu halten. Nichts bereichert das Leben mehr.

Gibt es noch jemanden, den Ihr hier grüssen wollt?

Ich würde gerne einmal den Leitern unseres deutschen Fanclubs danken (http://www.myspace.com/sonsofseasons_germany). Xandra und Frank haben uns in kurzer Zeit unglaublich viel Unterstützung zukommen lassen. Klickt auf jeden Fall mal vorbei!

Ich bedanke mich bei Dir im Namen unserer Leser, Oliver.

Interview: DocDesastro (RM) – Oliver Palotai (SONS OF SEASONS)

Lektorat: DJ Freefall (RM)

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Liebe Schergen, es ist mir eine große Ehre, Euch diesmal ein Interview mit der Band Axxis bieten zu können. Wer diese Band aus dem Ruhrgebiet nicht kennt, der hat die letzten 20 Jahre wohl was Falsches gehört, denn Axxis gehören zu den „Grossen“ in der Hardrock-Szene. Schande über Euch!

Axxis begannen Ihre Profikarriere im Jahre 1988 mit einem einzigen Demotape und wurden direkt von EMI unter Vertrag genommen. Das ein Jahr später erschienene Debütalbum „Kingdom of the Night“ ging international gleich 100.000 Mal über die Ladentische.  Dies war der Beginn einer Erfolgsstory, die bis heute anhält – 2009 erschien mit „Utopia“ ein weiteres Meisterstück. Aber auch live haben die Jungs um Frontmann Bernhard Weiss einiges zu bieten. In ihrer über 20-jährigen Geschichte spielte die Band schon an den verschiedensten Orten dieser Welt wie Japan oder den USA und ihre Auftritte in Deutschland beim „Rock am Ring“ vor einheimischem Publikum 1994 und 1996 zählen selbstredend zu den Erinnerungen, an die sich Band gerne zurückerinnert. Axxis verstehen sich als Live-Band. “Es ist einfach die schönste Möglichkeit, deine Musik zu spielen”, so Frontmann Weiss, “schon deswegen, weil du direkt mit deinen Fans zusammen bist.” So ist es wenig verwunderlich, dass die Band jedes Jahr auf Tour geht. Dabei konzentriert man sich seit 2004 auf den europäischen Raum, in erster Linie auf Deutschland, die Tschechei und Spanien.

Interessant ist, dass Axxis ihre eigenen Producer sind und mit dieser Doppelbelastung auch gut zurecht kommen. Dies gewährleistet allerdings auch, das wir Fans Musik erwarten können, die nicht den Hirnen irgendwelcher Marketingdrohnen entsprungen sind sonder es garantiert den puren Sound der Band.

In der momentanen Besetzung finden sich Bernhard Weiss, der Frontmann der Band, mit der für diese Band charakteristischen Stimme. Der charismatische Mittvierziger aus Dortmund teilt sich außerdem die Arbeit als Producer mit Harry Oellers, dem aus Düsseldorf stammenden Keyboarder der Band. Diese beiden könnte man als den „harten Kern“ der Band bezeichnen. Sie waren von Beginn an mit dabei. Am Bass finden wir Rob Schomaker aus Wuppertal, seines Zeichens gelernter Speditionskaufmann. Die Gitarrenparts werden gespielt von Marco Wriedt, dem Nesthäkchen der Band. Das 1984 geborene Nordlicht aus Rendsburg bei Kiel verdingt sich außerdem noch als Gitarrenlehrer. An den Drums sitzt Alex Landenburg, der zuvor bei der Band Annihilator und nebenbei bei Mekong Delta, At Vance sowie Angels Cry spielt.

Für ausführlichere Infos über die Band und die einzelnen Bandmitglieder als hier Platz wäre besucht doch einfach http://www.axxis.de .

Es freut mich, für dieses Interview Bernhard Weiss vor die Feder bekommen zu haben.

Bernhard, 20 Jahre sind vorbei. Das ist eine lange Zeit. Hättet Ihr Euch jemals erträumt, dort zu stehen, wo Ihr jetzt steht?

Ehrlich gesagt, hätte ich niemals gedacht so lange im Musikbiz überleben zu können. Wenn man bedenkt, dass ich heute wahrscheinlich arbeitslos wäre, wenn ich was “Vernünftiges“ gelernt hätte und weiter Gießereitechnik studiert hätte… ist schon komisch …J

Wenn es erlaubt oder möglich ist, diesbezüglich Parallelen aufzustellen: Die Scorpions waren gut 20 Jahre vor Euch dran und im Ausland populärer als in Deutschland. Ihr hingegen erfreut Euch einer gesunden großen Fangemeinde im eigenen Land und habt keine Probleme in Deutschland die Konzerthallen zu füllen – auf was würdet Ihr das zurückführen? Habt ihr in Deutschland eine musikalisch günstigere Zeit zum Einstieg gehabt?

Nun ja, man kann über die Scorpions musikalisch gerne streiten, aber trotzdem bleiben sie die bisher erfolgreichste international arbeitende Band Deutschlands. Da kommt bis heute erfolgsmäßig niemand ran. ACCEPT uva. haben es nie so weit geschafft. Wir sind dagegen nur ein kleines Licht, haben aber 1989 noch rechtzeitig auf den Metal-Zug aufspringen können und mit dem “erfolgreichsten deutschen Hardrockdebut aller Zeiten“ ein Zeichen setzten können. Dafür sind wir heute noch sehr dankbar.

Und wie würdet Ihr die heutige Zeit charakterisieren? Die 90er brachten den NU-Metal, was ja für so manchen eingefleischten Metaller ein Unwort ist und heute erfreuen sich Grindcore und ähnliche extreme Spielarten der Beliebtheit der „Jungmetaller“. Wie steht Ihr dazu?

Ich finde es toll, wenn sich was weiter entwickelt, wenn es denn nach vorne geht, Musikrichtungen neu entstehen und andere zu Grabe getragen werden. Leider ist die Innovation in diesem Bereich sehr dürftig und ich kann oftmals nur Kopien von Kopien entdecken. Die Sounds werden von derselben Sample Cd genommen, die Drums klingen auf vielen Produktion gleich, viele Sänger ähneln sich…die Eigenständigkeit fehlt mir extrem und macht für mich die Musikszene gerade sehr langweilig Es klingt alles so angepasst…

Zudem entwickelt sich vieles auch zurück, die Musiker können im Studio kaum noch fehlerfrei einen Songs durchspielen, sind ohne PC oftmals aufgeschmissen. Ich als Produzent muss heutzutage länger editieren und Fehler verstecken, als geile Takes aufnehmen. Es geht schon damit los, dass viele Gitarristen ohne Stimmgerät gar keine Gitarre mehr stimmen können, weil sie’s nicht mehr hören…

Es gibt trotzdem immer mal wieder ne tolle neue Band…das ist aber sehr selten geworden.


Ihr habt ja als Eure eigenen Producer auch viel vom Musicgeschäft mitbekommen – was denkt Ihr, waren die einschneidensten Veränderungen zu damals, als Ihr anfingt?

Nun ja, der Beginn des digitalen Zeitalters.
Aus unserer Sicht hat dies vieles vereinfacht und praktischer gemacht, gleichzeitig ist dadurch das ganze Business ins Wanken geraten…um uns herum bricht der Markt ein und die Labels werden in Zukunft nicht mehr so eine große Rolle für Bands spielen.

Seht Ihr diese Dinge eher positiv oder stört Euch etwas daran?

Das sehe ich sehr positiv, allerdings auch anstrengender und riskanter für Musiker an. Man kann sich nicht mehr so wie früher, mit nem netten Vorschuss zufrieden geben, ne nette Platte produzieren und den Rest dem Label und dem Vertrieb überlassen. Heute muss eine Band alles können. Von der CD Produktion, zur Homepage, der Vermarktung, Networking, Gema, GVL, KSK, Management, Booking usw…

Glaubt Ihr, es ist heute schwerer als damals, den Schritt von der „Garagenband“ zum Semiprofi/Profi zu machen?

Definitiv…weil man mehr Know-how braucht…allerdings bieten wir über unseren Verlag PHONOTRAXX Publishing Künstlern bzw. Bands unsere Hilfe an, da wir eine kleine, aber feine Infrastruktur über die Jahre aufbauen konnten. Darauf können die Bands in unserem Verlag bei Bedarf zugreifen und wir können unsere Erfahrungen weitergeben.

Woran liegt das Eurer Meinung nach?

An den illegalen Downloads, der Inkompetenz der Plattenfirmen, der digitalen Umsonstkultur von Seiten wie LastFm, Myspace, usw… um uns herum verdienen alle Geld mit der Musik, die wir teuer produziert haben und für die wir nix mehr bekommen…darauf werden wir jedoch in Zukunft reagieren.

Welchen Tipp würdet Ihr angehenden Musikern geben

Lernt alles und viel, teilt eure Kompetenzen gut auf, bleibt lange zusammen und vergesst niemals um was es geht: GUTE MUSIK !!

Nun eine etwas kontroversere Frage: Wie steht Ihr zur GEMA/GVL? Erfüllt sie Ihren Zweck oder erweist sie sich als eher hinderlich für Bands? Seht Ihr sie als sinnvolles Instrument zur Wahrung von Künstlerinteressen oder nur als einen typisch deutschen Versuch, alles bürokratisch überzuregulieren?

Die GEMA und GVL sind nicht gut, aber sie sind das Beste was wir haben. Wenn man bedenkt, das alle von Musik profitieren und Geld damit machen , nur der Künstler, der die Songs produziert nicht mehr, sieht man, dass es eine Schieflage gibt. Der einzelne Künstler kann dagegen nix machen. Da ist es gut eine GEMA oder GVL zu haben, die die Interessen der Urheber vertritt. Wenn man jedoch den Verwaltungsaufwand sieht und die Berechnungsmethoden, wie wir unser Geld bekommen, kann man nur lachen . Beispiel: Zahlt ein Veranstalter für AXXIS 700,-Euro an die GEMA,  so kommen bei uns 22,-Euro an…ist ein Witz und deshalb kritikwürdig. Man fragt sich : Wo bleibt der Rest?!

Nun komme ich zu einem weiterem heissen Eisen.

Mit Aufkommen des High-Speed Internets ist der Begriff „Musikpiraterie“ wieder und wieder in den Medien zu finden und treibt von Zeit zu Zeit die tollsten Blüten. Ich erinnere mich an Zeiten, da wurden CDs mit Kopierschutzmaßnahmen belegt, die selbst das Abspielen in normalen CD-Playern verhinderten. Heutzutage wird mitunter, ohne dass der User das bemerkt, mittels Rootkit Software installiert, die den Hörgenuss verhindert , also quasi eine Virus-Attacke gegen den User. Manche CDs sind auch als Un-CDs, also Uncompact Discs an PCs gar nicht abspielbar. Nun hat heute nahezu jedes Kind einen PC aber kaum einer eine vernünftige Stereoanlage, was zu manchem Ärgernis führt. Manch einer beschwert sich auch über die Tatsache, dass für solch kundenunfreundlichen Maßnahmen und Kampagnen seitens der Musikindustrie Gelder investiert werden. Die Kosten werden dann auf den Kunden umgelegt, der heute schon drüber ächzt, dass eine neue CD 18€ kostet (wenn ich selber mal daran denke, dass ich vor 10 Jahren mal umgerechnet 26DM für so etwas zahlte…). Dies führt dazu, dass Personen, die dieses Geld nicht haben, erst recht in Versuchung geraten, raubzukopieren.

Haltet Ihr es da mit Bands, die der Meinung sind „Unsere Fans kaufen auch unsere CDs – kein Bedarf. Sorgt lieber dafür, dass mehr Leute sich unsere Musik leisten können.“ oder habt Ihr da eine andere Meinung zu?

Da gibt es unterschiedliche Meinungen zu. Wenn ich gute Qualität als Händler anbiete, wird dies heutzutage wenig honoriert …es muss BILLIG sein…siehe Ekel-Fleischskandal usw… auch wenn man kotzend über Klo liegt …man kann sagen: “Es war billig!“

Stell dir vor, 2 Bäcker machen Brötchen, der eine aufwendig mit Biomehl und von hoher Qualität und nimmt dafür 0,50€, der anderer backt seine Brötchen  mit Genmehl und bietet sie umsonst an. Was meinst Du wohin die Leute gehen würden?

Tja, und so nimmt der Niedergang der Musikindustrie ihren Lauf….Die Labels haben kein Geld für gute Vorschüsse, signen deshalb oft nur Hobbytruppen, Bands können sich keine guten Studios und Tontechniker leisten, selbst die Zahlung an Mitmusiker wird schwer und man greift auf virtuell spielende Plugins zurück.

Ergebnis: die Produktionen klingen schlechter…noch weniger Fans kaufen was…und der Kreislauf nach unten nimmt seinen Lauf.

Früher bekam man Gold bei 250.000 verkauften Einheiten, heute bei 100.000 das sagt alles, somit hätten wir mit der Kingdom of the night locker 2x Gold bzw 1x Platin erreicht….bei uns gilt jedoch noch die 250.000der Grenze

Für AXXIS sieht es etwas anderes aus, da wir ein eigenes Tonstudio haben.
Leider wollen wir auch weiterhin hochwertige CD’s produzieren, mit aufwendigem Equipment und haben den Anspruch, nicht von unserem Level runterzugehen …aber viele Bands im Markt nehmen heute schon mit Virtuellen Instrumente auf und brauchen gar keinen Mitmusiker mehr…diese self-made Produktionen sind genau so teure wir unsere….was die Sache für uns langsam ad absurdum führt.

Ich finde, man sollte den Preis für eine CD selber bestimmen dürfen. Warum sind billig Produktionen genau so teuer wie aufwendige?? Würde sich nicht dann die Spreu vom Weizen trennen? Wär mal nen neuer Ansatz

Jetzt aber mal wieder zurück zu Euch. Habt Ihr nach so langer Zeit immer noch Lampenfieber, wenn es auf die Bühne geht?

Also ich auf alle Fälle

2008 wart Ihr dann erneut auf Wacken – diesmal auf der Partystage. Was war das für ein Gefühl, vor solch einer Menschenmenge zu stehen und zu spielen?

Das war natürlich klasse. Wacken ist ein super Metalfest und abends vor so vielen Leuten zu stehen, haut einen immer wieder um.

Mit Helloween habt ihr ja einige Zeit (2006-2008) als Support zusammengearbeitet. Wie empfandet Ihr das?

Super !  Ich fand, dass wir als Bands gut auskamen und es eine super geile Atmosphäre zwischen uns gab. Wir haben uns prächtig verstanden und ich würde das immer wieder gerne wiederholen…es war wie Urlaub

Wenn man Eure früheren Stücke mit den heutigen vergleicht, habt Ihr euch dem Power Metal immer stärker angenähert. Hat euch die Zusammenarbeit mit Gamma Ray und Helloween dazu beeinflusst oder hatte dies andere Gründe?

Haha…naja, die Gigs waren erst später, da hatten wir schon ein paar Alben in dieser Richtung auf dem Markt. Die Hauptgründe liegen eher darin, dass wir immer viel experimentieren und nach neuen Wegen suchen. In unserem SOUNDWORXX Tonstudio in Bergkamen sitze ich oft wochenlang rum und bastele an neuen Ideen. Es gibt nix Schlimmeres für mich als Stillstand.
Auf der Suche nach neuen Wegen sind natürlich auch immer die Mitmusiker beteiligt, die durch Andre Hilgers damals bzw. Alex Landenburg heute den Stil der Band beeinflussen. Das macht mir immer sehr viel Spaß zu sehen, wie die Chemie der Band die Produktion beeinflusst.

Mit „Utopia“ habt Ihr einen weiteren Beweis Eurer Handwerkskunst angetreten. Was hat Euch zu diesem Album inspiriert?

Ah… da gibt’s vieles. In “My Fathers’ eyes“ konnte ich AXXIS als meinen persönlichen Psychologen missbrauchen, da ich hier den Tod meines Vater verarbeiten konnte…das tat echt gut. Gleichzeitig konnte ich dies mit der Herangehensweise eines Kindes vergleichen, welches auch den Tod vor Augen hat. Das hab ich dann in „Sarah wanna die“ behandelt.

In vielen anderen Songs haben wir die aufkommenden Visionen und die vielen neuen Ideen zur Abänderung unseres politischen Systems behandelt. Da hat die Finanzkrise, die politische Klasse zum Denken gebracht…leider nur kurz… ist heute nicht mehr viel von übrig geblieben.

Das Album stand deshalb bei vielen Songs unter dem Motto neue Visionen, Ideen, Utopien usw. …deshalb auch der Titel

Das Cover ist ebenfalls sehr ansprechend geworden. Habt Ihr schon zuvor mit Dodge Gores zusammengearbeitet?

Ja, seit der Time Machine! Dodge bzw. Derek Gores macht nen echt tollen Job und wir verstehen uns super…auch wenn der in den USA wohnt….das Internet macht’s möglich

Was sind Eure Lieblingstracks von diesem Album?

Alle ! Sonst hätten wir die ja nicht aufgenommen

Erst in letzter  Zeit habt ihr auch deutschsprachige Texte verwendet. „Fass mich an“ ist ein Beispiel dafür. Wie kam es dazu?

Durch meine Zusammenarbeit mit dem Landetheater in Memmingen. Dort durfte ich mit Walter Weyers das “Prometheus Brain Project“ musikalisch gestalten und Walter hat hier und da mal ein deutsche Sprache in meine Texte eingebaut, die ich super kräftig und inspirierend fand. Da hab ich mal bei „Fass mich an“ selber rumprobiert und nun kommt der Song super an.. wir haben sogar nen T- Shirt dafür kreiert…kann man unter www.axxis.de bestellen

Welches sind Eure eigenen Lieblingsalben von Axxis?

Eigentlich alle. Es stechen natürlich ein paar Alben heraus. Kingdom of the night ist immerhin unser Ticket ins Musikgeschäft gewesen, deshalb ist es für mich sehr wichtig, dann wäre da BigThrill unsere erste USA Erfahrung, dann VoodooVibes, da es super viel Spaß gemacht hatte, mal anders zu produzieren. Dann Back to the kingdom, unserer kleines Comback 2000 mit Harry im Boot. Dann Paradise in Flames, Doom of Destiny und Utopia, die wohl aufwendigsten Produktionen, die ich als Produzent gemacht habe. Du siehst, ich geh da ran wie an ein Fotoalbum, denn mit jedem Album verbinde ich viele Erinnerungen.

Im März wird für Euch die Toursaison wieder losgehen. Am 12.3. seid Ihr in Sevilla zu sehen. Ihr wart schon häufiger in Spanien. Verbindet Euch etwas mit diesem Land?

Na ja, das Wetter vor allen Dingen und die Freundlichkeit der Leute dort…ist einfach ne Hammer Atmosphäre in einem Urlaubsland zu spielen

Am 30.1.10 wart Ihr in Karlsruhe an der Uni. Wie war es da?

Hat viel Spaß gemacht…das liebe ich so an AXXIS, egal wo wir spielen, egal ob die Leute uns kennen oder nicht, egal welchen Musikgeschmack die Leute vor der Bühne haben…AXXIS funktioniert und das ist ein echt tolles Gefühl!

Gibt es schon Pläne für ein neues Studioalbum?

Die gibt es immer …die Frage ist für uns jedoch, ob wir den Anlass nicht mal nehmen sollten uns Gedanken über neue Vertriebswege zu machen. Seit Jahren arbeiten wir mit Labels und Vertrieben, geben unsere Rechte für lange Zeit an die Plattenfirmen ab und die bekommen nix mehr richtig hin.. wir überlegen gerade, was wäre, wenn wir direkt an den AXXIS Fan unsere CD’s verkaufen würden. Aber das sind nur Gedankenspiele und leider sind die Angebote der Labels noch zu gut

Habt Ihr eine Weisheit für unsere Leser/Hörer auf Lager?

Unterstützt eure Bands , kauft deren Alben und supportet sie, damit ihr lange was von ihnen habtJ

Dann möchte Ich Euch dafür danken, für Radio-masters.de Zeit gehabt zu haben. Möchtet Ihr noch jemanden grüssen?

Nö…nur alle die das lesen oder hören

Discographie Axxis

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